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Die Fokusleistung nach Onlinezugangsgesetz (OZG) „Digitaler Bauantrag“ trifft anschlusspflichtiges „Spiegelregister“ di.BAStAI

OZG-Fokusleistung Digitaler Bauantrag

Die Fokusleistung nach Onlinezugangsgesetz (OZG) „Digitaler Bauantrag“ trifft anschlusspflichtiges „Spiegelregister“ di.BAStAI

Once-Only als Katalysator für beschleunigte Baugenehmigungsverfahren: Automatisierte Nachweisabrufe am Anwendungsfall der Bauvorlageberechtigung im EfA-Dienst „Digitaler Bauantrag“

Die Fokusleistung nach Onlinezugangsgesetz (OZG) „Digitaler Bauantrag“ trifft anschlusspflichtiges „Spiegelregister“ di.BAStAI: 

Im Projekt wird der automatisierte Nachweisdatenaustausch zwischen einer Nachweisfordernden Stelle (Data Consumer) und einer Nachweisliefernden Stelle (Data Provider) über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) im Bauwesen erprobt. 
Data Consumer (DC): EfA-Dienst „Digitaler Bauantrag“
Data Provider (DP): Spiegelregister di.BAStAI für Architekten- und Ingenieurkammern nach IDNrG.

Zukünftig sollen Architekten und bauvorlageberechtigte Ingenieure im „Digitalen Bauantrag“ den Nachweis ihrer Bauvorlageberechtigung nach dem Once-Only-Prinzip automatisiert abrufen und Bauaufsichtsbehörden diese automatisiert prüfen können. 
Dieser initiale Nachweisaustausch ist ein wichtiger Schritt: Für die Bauantragsverfahren wird so eine erste Hürde digitalisiert, die den Weg für automatisierte, beschleunigte Baugenehmigungen ebnet.
 

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist es, den Nachweisdatenabruf zwischen dem „Digitalen Bauantrag“ und di.BAStAI über das NOOTS zu erproben. 
Dabei werden fachliche, rechtliche und technische Aspekte systematisch analysiert, konzeptionell weiterentwickelt und dokumentiert. Wo möglich werden darauf aufbauend konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet, die den automatisierten Nachweisabruf in der Praxis flächendeckend tragfähig machen.

 

Ergebnisse und Wirkung

Vorreiterrolle mit Praxisrelevanz: 
Der „Digitale Bauantrag“ ist die erste OZG-Fokusleistung und di.BAStAI ist das erste anschlusspflichtige „Spiegelregister“, die an das NOOTS angebunden werden. 
Meilensteine und nachnutzbare Erkenntnisse (Stand 2025/12):

  • Der NOOTS-Readiness-Check wurde erfolgreich in Q3 2025 abgeschlossen. Der Anschluss an die Testumgebung erfolgt bis Januar 2026. Eine anschließende Produktivsetzung wird angestrebt.
  • Für den Nachweis „(große) Bauvorlageberechtigung“ liegt ein Fachdatenkonzept mit dem Nachweisbedarf und -angebot sowie einem strukturierten Nachweiskatalog vor. Dies ist die Basis für standardisierte XNachweis-Nachrichten. Im Zuge dessen wurde auch die Weiterentwicklung von XBau angestoßen. 
     
  • Im Rahmen des Projektes wurden und werden fachliche und technische Konzepte der Registermodernisierung erprobt und die daraus gewonnenen Erkenntnisse mit der NOOTS-Umsetzungsorganisation gespiegelt. Darüber hinaus wurden rechtliche Anpassungsbedarfe identifiziert und ihre Lösung vorbereitet. 
     

Zukünftig können mit der Produktivsetzung Bauvorlageberechtigte im EfA-Dienst „Digitaler Bauantrag“ ihre Bauvorlageberechtigung automatisiert abrufen und Bauaufsichtsbehörden damit die Bauvorlageberechtigung automatisiert prüfen, statt manuell abzugleichen. 
 

Vorgehen und Umsetzung

Projektlaufzeit: 
Das Projekt ist im Mai 2024 gestartet; das derzeitige Projektende ist für März 2026 vorgesehen. Erfolgt die formale Freigabe, kann das Projekt voraussichtlich mit dem Ziel der Anbindung an die MVP-Produktionsumgebung verlängert werden.


Die ersten Schritte im Projekt
Zu Beginn wurden im Fachdatenraum „Bau“ geeignete Anwendungsfälle identifiziert, mit denen sich der Nachweisdatenabruf über das NOOTS exemplarisch erproben lässt. Auf Basis definierter Entscheidungskriterien wurden verschiedene Register und Onlinedienste analysiert, Anwendungsfälle bewertet und ein favorisierter Use Case ausgewählt. Anschließend wurden die fachverantwortlichen Stellen des Registers und des Onlinedienstes für die aktive Mitwirkung im Projekt gewonnen. 
 

Die Projektbeteiligten
Geleitet wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Digitales, das unterstützt wird durch seinen externen Dienstleister, die AKDB, sowie die Unternehmensberatung H & D GmbH und weitere Partner. 
 

Auf der Seite des DC (Digitaler Bauantrag) begleiten das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern, sowie das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern als fachverantwortliche Stellen und ihre Dienstleister DVZ M-V GmbH sowie brain-SCC GmbH als betriebsverantwortliche Stellen das Projekt. 
 

Auf der Seite des DP (di.BAStAI) begleitet die Verwaltungsgemeinschaft di.BAStAI als fachverantwortliche Stelle und ihr Dienstleister Reviscan AG als betriebsverantwortliche Stelle das Projekt.
 

Im Rahmen des Projektes wurde außerdem die für das Thema fachlich zuständige Fachkommission Bauaufsicht über das Vorhaben informiert und das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr konsultiert.


 

Lessons Learned

1. Überzeugte Stakeholder und eine definierte Governance sind erfolgsentscheidend

Für die Sicherstellung des Projekterfolgs sind motivierte Stakeholder, die vom Nutzen überzeugt sind, entscheidend – in der Gewinnung und Überzeugung steckt viel Arbeit. Für den EfA-Dienst „Digitaler Bauantrag“ sind die Belange der nachnutzenden Bundesländer und für di.BAStAI die Interessen der Architekten- und Ingenieurkammern zu berücksichtigen. Ein klarer Projektfahrplan mit definierten Rollen und Verantwortlichkeiten (insbesondere bei den fach- und betriebsverantwortlichen Stellen) sind essentiell. Bei den sich stetig ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen ist dieser laufend anzupassen.
 

2. Regelmäßige Kommunikation und Ambiguitätstoleranz sind wichtig

Aufgrund des explorativen Charakters des Projektes müssen in hoher Taktung regelmäßige Abstimmungen mit den Projektbeteiligten stattfinden (fachliche und technische Austausche, Trialoge, etc.). Kontinuierliches Erwartungsmanagement ist wichtig. Etablierte Austauschformate mit der NOOTS-Umsetzungsorganisation fördern ein gemeinsames Verständnis und klären frühzeitig Hindernisse und offene Punkte vor der flächendeckenden Nutzung von NOOTS. Größtmögliche projekt- und schnittstellenübergreifende Transparenz über die Arbeitsstände ist für die gemeinsame Lösungsfindung maßgeblich.


3. Technik löst keine föderalen Abstimmungsprozesse und fachrechtliche Anpassungen

Die größten Hürden lagen nicht im technischen Anschluss, sondern in fachlichen und rechtlichen Fragen (z. B.: Welche Nachweise werden in welchen Konstellationen benötigt? Wie werden natürliche Personen im unternehmerischen Kontext identifiziert?). Die föderale Heterogenität  erwies sich ergänzend als eine besondere Herausforderung (Baurecht ist Landesrecht, d.h. die Ausgestaltung der Bauvorlageberechtigung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland). Auch die Beschaffung notwendiger Zertifikate stellte das nicht-behördliche Register di.BAStAI und die zu beteiligenden Stellen vor erschwerten Bedingungen und bedurfte neuer Lösungswege. 


 

Stimme aus dem Projekt

„Digitalisierung ist Teamsport - wer erfolgreich sein will, sollte auf die Vielfalt der Fachlichkeiten setzen, statt sich in Zuständigkeiten zu verlieren.
Besonders wichtig ist die konsequent pragmatische Lösungsfindung und Transparenz im Spannungsfeld unterschiedlicher fachlicher, rechtlicher und technischer Anforderungen. Die Motivation aller Beteiligten, das Projekt erfolgreich abzuschließen, ist ein Schlüsselfaktor."

Patrick Weinmann, Projektverantwortlicher der bayerischen Erprobungsprojekte
 

Hinweis

Unsere Webseite befindet sich im Aufbau.

Hier entsteht eine zentrale Wissensplattform rund um die Registermodernisierung.

Schauen Sie gerne bald wieder vorbei – es lohnt sich!

Quicklinks:

NOOTS Registrierung

Umsetzungsnavigator

NOOTS Selbstcheck

Erfahrungsberichte

Registerübersicht

Kontakt

Patrick Weinmann – Projektverantwortlicher der bayerischen Erprobungsprojekte

Bayerisches Staatsministerium für Digitales

Oskar-von-Miller-Ring 35, 80333 München

Patrick.Weinmann [at] stmd.bayern.de