Basiswissen Register
Was digitalisierte Register leisten
Die Ziele der Registermodernisierung
Register ist nicht gleich Register - eine Differenzierung
Damit in einer föderalen Verwaltungslandschaft der Anschluss an die Systeme - das NOOTS, IDA und DSC - verlässlich funktioniert, muss klar sein, wer wofür verantwortlich ist. Deshalb wird zwischen drei Kategorien unterschieden: Registertyp, Registerinstanz und die Registerart. Diese Differenzierung schafft Transparenz, ermöglicht verbindliche Standards und macht zugleich lokale Vielfalt handhabbar. Während die fachlichen Vorgaben zentral festgelegt werden, bleibt jede Instanz für die korrekte Datenführung, Pflege und den Anschluss selbst verantwortlich.
Registertyp
Registerinstanz
Registertypen dienen zur Klassifikation von Registern nach gemeinsamem Zweck oder Inhalt.
Eine Registerinstanz ist ein spezifisches Verwaltungsregister und damit eine Instanz eines Registertyps.
Registertypen sind selbst keine Register, aber alle Register gehören zu einem Registertyp.
Beim Anschluss an das NOOTS verbleiben dezentrale Registerinstanzen bei der registerführenden Stelle (z. B. Standesamt) und stellen die Datenhaltung sicher.
Registerarten
In der Registermodernisierung wird unterschieden zwischen zentralen und dezentralen Registern.
Zentrale Register
Dezentrale Register
Zentrale Register sind Datenbestände, die gesammelt bei einer Behörde liegen und von dieser verwaltet werden.
Dezentrale Register sind Datenbestände, die von mehreren zuständigen Stellen oder Behörden eigenständig geführt und verwaltet werden.
In der Regel sind sie für ganz Deutschland gültig.
Sie liegen auf Landes- oder Kommunalebene oder bei (berufsständischen) Kammerorganisationen.
Wichtige Hinweise zum Anschluss
Warum ist es relevant, ob ein Register zentral oder dezentral ist?
Je nach Registerart unterscheiden sich die Vorgehensweisen für den Anschluss an die Systeme. Nähere Informationen zum konkreten Vorgehen für dezentrale Register finden Sie im
Was müssen Kommunen für den Anschluss ihrer dezentralen Register beachten?
Kommunen führen im Regelfall dezentrale Register.
Eine Kommune kann eine Registerinstanz von mehreren Registertypen sein – was ggf. mehrere Anschlüsse notwendig macht. Um ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen je Registertyp sicherzustellen, wurde das Flächenrollout-Konzept entwickelt. Dieses gibt vor, wann ein Registertyp für den Flächenrollout bereit ist. Erst dann besteht für Kommunen Handlungsbedarf. Den individuellen Anschluss-Status Ihrer Registertypen finden Sie unter
Gibt es Sonderfälle?
Dezentrale Register ohne Fachverfahren oder mit nicht zertifizierter Software werden wie zentrale Einzelregister angeschlossen. Denn sie können nicht automatisch über bestimmte Standards, wie etwa XBasisdaten, kommunizieren. Beispiele für solche Sonderfälle können sein: lokale Gewerberegister, lokale Bauantragsregister, Register mit alten Softwarelösungen. Sollten Sie nicht sicher sein, ob Ihr Register zu diesen spezifischen Sonderfällen gehört - der/die RegMo-Koordinator:in Ihres Bundeslands hilft Ihnen gern, dies herauszufinden.
Service: kompakte Registerübersicht und detaillierte Registerlandkarte (RLK)
Status der Register
Registerlandkarte
Schneller und aktueller Überblick über die zum Anschluss verpflichteten Register gemäß IDNrG
Zentraler Überblick mit Beschreibungen und ausführlichen Informationen aller bestehenden Register in Deutschland
Kompakte Darstellung aller Inhalte, die für den Anschluss relevant sind
Schaffung von Transparenz über bestehende Datenspeicherungen
Darstellung des aktuellen Anschluss-Status für das NOOTS, IDA und DSC pro Registertyp
Zielbild: Identifizierung weiterer Digitalisierungsbedarfe und Priorisierung von Maßnahmen