Flächenrollout-Konzept
Das Vorgehen
Das Konzept sieht ein dreistufiges Vorgehen vor, das dazu dient, eine Vielzahl von Anschlussvorhaben eines Registertyps zu bündeln. Dem flächendeckenden Rollout werden je Registertyp initiale Anschlussvorhaben und Ertüchtigungsvorhaben vorangestellt. Ziel ist es, den Anschluss der dezentralen Register so effizient und effektiv wie möglich zu gestalten, die länderübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und dadurch Mehrfachaufwand in Ländern und Kommunen beim Anschluss dezentraler Register zu vermeiden. Relevante Akteure, deren Aufgaben und Kompetenzen bei der Durchführung der Anschlussvorhaben werden im Konzept dabei eindeutig benannt.
Der Flächenrollout hat bereits begonnen. In den initialen Anschlussvorhaben in Stufe 1 werden grundsätzliche fachliche, rechtliche, organisatorische und technische Fragen geklärt. Von diesen Erfahrungen sollen öffentliche Stellen, die dezentrale Register führen, im Flächenrollout profitieren. Für den aktuellen Stand Ihres Registertyps schlagen Sie nach bei Status der Register.
Die drei Stufen des Flächenrollout-Konzepts
Nachfolgend werden die drei Stufen des Flächenrollout Konzepts erläutert, wobei zu beachten ist, dass die Stufen ggf. auch parallel durchgeführt werden können.
Stufe 1
Initiale Anschlussvorhaben
Für jeden Typ eines dezentralen Registers (z. B. Melderegister) wird ein initiales Anschlussvorhaben für IDA, DSC und das NOOTS durchgeführt.
Vorgehen
- Klärung registerspezifischer Fragen hinsichtlich des Anschlusses an IDA, DSC und das NOOTS
- Ertüchtigung mindestens eines Register-Fachverfahrens für den Anschluss an IDA, DSC und das NOOTS
- Durchführung mindestens eines Rollout-Vorhabens, bei dem der initiale Abruf der IDNr über IDA sowie die Bereitstellung von Daten für das DSC erprobt wird
- Durchführung mindestens eines Rollout-Vorhabens, bei dem die Lieferung von Nachweisen über das NOOTS erprobt wird
- Know-how-Transfer in die Ertüchtigungs- und Anschlussvorhaben
Stufe 2
Ertüchtigungsvorhaben
Auf Grundlage der Erfahrungen aus den initialen Anschlussvorhaben ertüchtigen die Softwarelieferanten ihre Fachverfahren.
Vorgehen
- Initiieren der Ertüchtigungsvorhaben, die durch die Länder und Kommunen durchgeführt werden, durch die Bund-Länder-Arbeitsgruppen (BLAG) in Abstimmung mit Softwarelieferanten und den Betrieblich Verantwortlichen
- Ggf. Abstimmung der länderübergreifenden Finanzierung und Beauftragung von Schnittstellen
- Koordination der Ertüchtigungsvorhaben durch die Länder bzw. Pilotkommunen gemäß Abstimmung in der BLAG
- Ertüchtigung ihrer Register-Fachverfahren durch die Softwarelieferanten und Information über Stand und Ergebnis der Ertüchtigung an ihre Kunden (Kommunen, Landesbehörden etc.), die BLAG und RegMo-Koordinator:innen
- Umsetzung der aus den initialen Anschlussvorhaben gewonnenen Erkenntnisse
Stufe 3
Anschlussvorhaben im Flächenrollout
Auf Grundlage der ertüchtigten Fachverfahren wird der flächendeckende Anschluss der Register an IDA, DSC und das NOOTS (Flächenrollout) vorgenommen. Die Grundidee hierbei ist, dass die registerführenden Stellen, die grundsätzlich für den Anschluss verantwortlich sind, ihre Betrieblich Verantwortlichen mit den Anschlussvorhaben beauftragen - sofern sie nicht selbst Betrieblich Verantwortliche sind.
Vorgehen
- Koordination der Beauftragung durch die registerführenden Stellen
- Koordination und Abstimmung des Anschlusses der Register an IDA, DSC und das NOOTS für ihre jeweilige Fachlichkeit durch die BLAGs (Anschluss- und Rollout-Planung)
- Abstimmung mit dem Fachverfahrenshersteller, dem IT-Dienstleister und den Ländern und Kommunen hinsichtlich des Anschlusses der Register innerhalb ihrer jeweiligen Fachlichkeit durch die BLAGs
- Initiierung der notwendigen Anschlussvorhaben durch die BLAGs, um den flächendeckenden Anschluss umzusetzen
Vorteile des Flächenrollout-Vorhabens
So wird der Anschluss für dezentrale Register NOOTS, IDA und DSC erleichtert
Häufig gestellte Fragen
Wie entscheidet sich, ob eine Kommune als Pilotkommune teilnehmen kann?
Welche Stellen seitens des durchführenden Landes an den initialen Anschlussvorhaben beteiligt sind, obliegt dem durchführenden Land. Öffentliche Stellen wenden sich bei Fragen hierzu an Ihre
Wo können Erkenntnisse aus den initialen Anschlussvorhaben und Ertüchtigungsvorhaben eingesehen werden?
Erste Informationen und Erkenntnisse werden in Form von Erfahrungsberichten festgehalten. Des Weiteren erhalten Umsetzende Zugang zur internen Wissensplattform Confluence. Dort stehen detailliertere Informationen zur Verfügung. Adressaten sind unter anderem Softwarelieferanten, Betrieblich Verantwortliche und registerführende Stellen.
Welche Vorbereitungsmaßnahmen für den Flächenrollout können bereits getroffen werden?
Für den Anschluss an das Identitätsdatenabrufverfahren können Sie sich mit diesen Schritten vorbereiten:
Prüfen Sie, ob bereits ein initiales Anschlussvorhaben für den jeweiligen Registertyp durchgeführt wurde.
Besprechen Sie Ihre Fragen zum Sachstand und zum weiteren Vorgehen mit den zuständigen RegMo-Koordinator:innen und den fachlichen Bund-Länder-Arbeitsgruppen.
Informieren Sie Softwarelieferanten (Fachverfahrenshersteller) und Betrieblich Verantwortliche (Registerbetreiber) über Ihr Anschlussbestreben.
Auf der Seite Status der Register erfahren Sie, wie der aktuelle Anschluss-Status Ihres Registertyps ist.
Für den Anschluss an das NOOTS können Sie folgende vorbereitenden Schritte einleiten:
Anschluss an die NOOTS-Referenzumgebung. Der Anschluss ist unabhängig vom Stand der initialen Anschlussvorhaben und kann jederzeit erfolgen. Alle benötigten Komponenten wie Serverzertifikate oder simulierte Gegenstellen werden durch die Referenzumgebung bereitgestellt. Die bisherigen Erfahrungen waren durchweg positiv und der Einstieg deutlich unkomplizierter als häufig erwartet. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an registermodernisierung@bva.bund.de.